Politik + Kirche = Klarheit?

Wege zur Stärkung der Demokratie – gegen Rechtsextremismus. Einladung zum Praxistag am 14. April in Meißen

Die Stärkung der Demokratie insbesondere gegen diejenigen, die deren Abschaffung anstreben, stellt weiterhin eine große Herausforderung dar. Verantwortliche aus Politik und Kirchen müssen hierbei tragende Rollen übernehmen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, in welcher Form die beiden gesellschaftlichen Akteure – Politik und Kirche – miteinander handeln können und miteinander handeln müssen. Kann in einer gegenseitigen Vernetzung und Abstimmung ein Potential liegen? Und wie kann dies genutzt werden – in der Kommune/ der Gemeinde, der Region oder dem Land? Welche Erfahrungen gibt es und welche Überlegungen sollten intensiviert werden?

Mit diesem Praxistag greift das Veranstaltungsteam ein Thema auf, welches im vergangenen Jahr Staatsminister des Inneren, Markus Ulbig als ein wichtiges Thema in der Demokratiestärkung benannt hat. Seien Sie eingeladen, eigene Erfahrungen in den Diskussionsprozess einzubringen und auch zu fragen, wie Kirche gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und zeigen kann und wo Sie Grenzen des Handelns sehen.

Eine Veranstaltung der ökumenischen „AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus“ des Bistums Dresden-Meißen und der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens (EVLKS).

Alle Teilnehmende des Praxistages erhalten nach der Veranstaltung eine digitale Dokumentation.

Christian Kurzke
Studienleiter, Evangelische Akademie Meißen

Das Team der
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus


Tagungsprogramm

Einladung zur Andacht in der Barbarakappelle (Johannes Bilz, Akademiedirektor Evangelische Akademie Meißen)

Impuls: Politik + Kirche = Klarheit ?!“ Wege zur Stärkung der Demokratie – gegen Rechtsextremismus
Staatssekretär Dr. Michael Wilhelm, Sächsisches Staatsministerium des Inneren

Podiumsdiskussion mit Beteiligung der Teilnehmenden
Ein Gespräch mit

  • Staatssekretär Dr. Michael Wilhelm, Sächsisches Staatsministerium des Inneren
  • OKR Christoph Seele, Beauftragter der Evangelischen Landeskirchen beim Freistaat Sachsen
  • Dr. Peter Straube, Rektor Bischof-Benno-Haus, Schmochtitz
  • Martin Dulig, Landesvorsitzender SPD Sachsen, Fraktionsvorsitzender SPD-Fraktion Sachsen
  • Grit Armonis, RAA Sachsen/Opferberatung Dresden

Moderation: Petra Lidschreiber, rbb Rundfunk Berlin-Brandenburg

Round-Table-Gespräch I

Warum Engagement eine Herausforderung ist. Erfahrungen zivilgesellschaftlichen Handelns

  • Superintendent Dr. Peter Meis, Dresden
  • Gerti Töpfer, Oberbürgermeisterin der Stadt Riesa, Erstunterzeichnerin des „Riesaer Appells“

Moderation: Christian Kurzke

Round-Table-Gespräch II

Warum Engagement sich lohnt. Erfahrungen im Umgang mit rechtsextremen Aktivitäten

  • Polizeipräsident Horst Wawrzynski, Leiter der Polizeidirektion Leipzig
  • Polizeipfarrer Stephan Bickhardt, Leipzig

Moderation: Karl-Heinz Maischner
Erfahrungen – Diskurse – Anregungen. Auf dem Weg zur Klarheit
moderierte Arbeitsgruppen

Wie können „Kirchen“ und „Politik“ gemeinsam agieren und handeln? Welche Erwartungen sind an die Verantwortungstragenden in „Politik“ und Kirchen“ zu formulieren? Welche konkreten Handlungsansätze gibt es – auch für die weitere Arbeit der AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus? Verschiedene Akteure mit unterschiedlichem Hintergrund stehen in diesem Programmpunkt als Impulsgebende und Ansprechpersonen zur Verfügung. Der Zeitrahmen bietet Ihnen die Möglichkeit, sich an einer Arbeitsgruppe zu beteiligen.

o        Umgang mit Rechtsextremismus. Herausforderung für Kirchen und Politik
Dr. Olaf Vahrenhold, Leiter der Abteilung Rechts- und Linksextremismus/-terrorismus, Landesamt für Verfassungsschutz Sachsen, Dresden

o        Religiösität und Vorurteile. Wie weit reicht die Nächstenliebe?
Anne-Katrin Henseler, Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung, Universität Bielefeld

o        „Ist es so einfach?“ Möglichkeiten des staatlichen Handelns
N. N., Sächsische Staatskanzlei (angefragt)

o        Kirche ist eine zivilgesellschaftliche Akteurin!
OKR Christoph Seele, Beauftragter der Evangelischen Landeskirchen beim Freistaat Sachsen

o        Warum eine Oberbürgermeisterin einen Appell gegen Rechtsextremismus unterschreibt. Erfahrungen aus der Stadt Riesa
Gerti Töpfer, Oberbürgermeisterin der Stadt Riesa, Erstunterzeichnerin des „Riesaer Appells“

o        „So kann es gehen – so klappt es nicht…“ Erfahrungen aus Dresden
Superintendent Dr. Peter Meis, Dresden

o        „Sie sind schon mitten unter uns…“ Die Diskurse der Ungleichwertigkeit im Alltag
Solvejg Höppner und Franz Hammer, Mobiles Beratungsteam Großpösna, Kulturbüro Sachsen e. V.

o        „Hinsehen oder wegsehen?“ Warum wir als Christ_innen handeln müssen
Dr. Harald Lamprecht, EVLKS
Ulrich Clausen, Bischöfliches Ordinariat, Bistum Dresden-Meißen

Wege zur Stärkung der Demokratie – gegen Rechtsextremismus

Gesprächs- und Diskussionsrunde mit der Formulierung von weiterführenden Handlungs- und Aktionsmöglichkeiten/ Positionen/ Themen

ganztägige Informationsstände

·         Code’s, Kleidung, Musik etc. der Rechtsextremen
Danilo Starosta, Jugendhilfecoach, Kulturbüro Sachsen e.V.

·         Beratung für Betroffene rechtsextremer und rassistischer Gewalt
Grit Armonies, RAA Sachsen/Opferberatung Dresden

·         Was tun gegen Diskriminierung?! Beratung – Schulung – Information
Sotiria Midelia, Antidiskriminierungsbüro Sachsen, Leipzig

Geplante Kosten der gesamten Tagung (Änderungen vorbehalten!):

Verpflegung:                 09,30 €
Tagungsbeitrag:             15,00 €
Gesamtkosten:            24,30 €

Anmeldung:

Bitte melden Sie sich direkt über die Homepage der Evangelischen Akademie Meißen an. Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Ines Franke (03521-4706-15, ines.franke@ev-akademie-meissen.de).

HINWEIS:

Ausgeschlossen von der Veranstaltung sind Personen, die neonazistischen Organisationen angehören, der neonazistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige Menschen verachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und diesen Personen den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser zu verweisen.