Frieden auf hebräisch und arabisch

Einsatz für Frieden im Nahen Osten – keine Duldung von Antisemitismus

„Wir weigern uns Feinde zu sein“. Mit dieser Botschaft haben sich mehr als hundert jüdische und arabische Menschen in der Negev-Wüste versammelt. Bilder von einer israelischen und einer palästinensischen Krankenschwester aus Haifa gehen durch das Netz, die auf arabisch und hebräisch „Schalom“/„Salam“ in die Kamera halten. Es sind diese Bilder der Ermutigung, die wir uns auch in Deutschland wünschen. 

Mit Sorge und Trauer sehen wir die Eskalation des Nahostkonfliktes. Menschen sterben unter dem Hagel von Raketen und Bomben. Auf Demonstrationen in Leipzig, Dresden, Berlin und anderen Städten werden Hass auf Israel und antisemitische Parolen laut. 

Dazu erklärt die AG Kirche für Demokratie und Menschenrechte: 

  1. Antisemitismus ist nicht nur ein Angriff gegen Jüd:innen, sondern gegen die Menschheit. Niemals ist Antisemitismus stillschweigend zu dulden – egal von wem und wo er geäußert wird. 
  2. Das Existenzrecht Israels steht außer Frage. Konkrete Kritik an bestimmten Elementen der Politik eines Staates ist in einer Demokratie immer erlaubt. Pauschale und undifferenzierte „Israel-Kritik“ ist hingegen auch als eine Form des Antisemitismus zu erkennen und zu benennen. 
  3. Angesichts der Ausschreitungen Pro-Palästinensischer Demonstranten muss auch Antisemitismus mit islamischem Hintergrund konsequent angesprochen werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Unterstützung der muslimischen Institutionen in Deutschland in der Auseinandersetzung mit Antisemitismus in ihren Reihen.
  4. Antisemitismus ist kein importiertes Problem. Das Thema eignet sich nicht für einseitige Schuldzuweisungen an Migrant:innen, wie es derzeit von Populist*innen wieder versucht wird. 

Israelis wie Palästinenser:innen, Jüd:innen, Christ:innen und Muslim:innen sind Menschen mit dem Recht auf ein gelingendes Leben als Gottes geliebte Geschöpfe. Wir rufen dazu auf, Wege des Friedens zu suchen und der Spirale des Hasses Zeichen der Versöhnung entgegenzusetzen.